Beförderung von Seecontainern - SOLAS - Richtlinie

Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) Beförderung von Seecontainern

Die Beförderung von Seecontainern erfolgt mit speziellen Container-Seeschiffen. Diese sind ausschließlich für die Beförderung von Containern gebaut und können bis zu 19.200 Container auf einem Schiff befördern. Für eine sichere Beladung der Schiffe muss bereits an Land Vorsorge getroffen werden. Die Befrachter müssen dem Kapitän die Bruttomasse der zu versendenden Container mitteilen, damit der Stauplan für das Schiff erstellt werden kann und die Container auch bei Seegang sicher an Bord verstaut bleiben. Ab Juli 2016 dürfen Container nur an Bord eines Seeschiffs verladen werden, wenn dem Kapitän die verifizierte Bruttomasse jedes Containers vorliegt.

Am 3. Juni 2015 fand in Bonn eine internationale Informationstagung statt, in der sich europäische Befrachter, Reeder und Hafenterminals über die praktische Umsetzung dieser völkerrechtlich verbindlichen Regelung ausgetauscht haben. Am 11. April 2016 hat das BMVI für interessierte Kreise eine nationale Informationsveranstaltung in Hamburg über die ab 1. Juli geltenden Regelungen durchgeführt.

Das BMVI hat das Rechtsetzungsverfahren zur Umsetzung der SOLAS-Änderung im SOLAS-Annex, Kapital VI, Teil A, Regel 2 zur verifizierten Bruttomasse von Seecontainern eingeleitet, in dem eine einfache, unbürokratische Umsetzung der maßgeblichen internationalen Vorschriften vorgesehen ist. Die Verfahrensweisen in den EU-Nachbarstaaten sollen dabei jetzt und auch künftig berücksichtigt werden, um Wettbewerbsgleichheit zu wahren.

Länder, Fachkreise und Verbände werden im Rahmen des angelaufenen Rechtsetzungsverfahrens die Möglichkeit erhalten, Stellung zu nehmen.

Die zuständige Behörde im Sinne der SOLAS-Regelung ist die Dienststelle Schiffssicherheit der Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation (BG Verkehr).

Weitere Einzelheiten zur geplanten Umsetzung werden jeweils auf der Seite der BG Verkehr unter www.deutsche-flagge.de bekannt gegeben.



Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur - www.bmvi.de



Bestimmung der Bruttomasse von Frachtcontainern – Sicherheit auf See

Im Januar 2007 strandete  das Containerschiff „MSC Napoli“ vor der südenglischen Küste. Während der Bergung ließ das Bergungsunternehmen die Container wiegen. Dabei stellte sich heraus, dass viele Container deutlich schwerer waren als in den Ladungspapieren angegeben. Bei einem Container betrug die Gewichtsdifferenz sogar 20 Tonnen.

Die Überladung von Containern gefährdet die Stabilität von Schiffen und stellt damit ein hohes Risiko dar. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation IMO hat daher neue Regelungen zum Wiegen von Containern in Kap. VI Regel 2 des SOLAS-Übereinkommens aufgenommen. Die IMO stellt hierzu weitere Informationen auf Ihrer Homepage zur Verfügung.

Aufgrund der Änderung muss für Frachtcontainer, die auf SOLAS-Schiffe, verladen werden, die verifizierte Bruttomasse dokumentiert sein. Anderenfalls darf der Frachtcontainer nicht verladen werden. 

Die SOLAS-Änderung tritt zum 1. Juli 2016 in Kraft. Konkretisiert wird die Neuregelung durch "Richtlinien zur Bestimmung der verifizierten Bruttomasse von Frachtcontainern (MSC.1/Rundschreiben 1475)". Die Änderung der SOLAS-Regelungen soll durch Aufnahme in die Anlage zum Schiffsicherheitsgesetz in Deutschland umgesetzt werden. 

Zuständig für die Umsetzung in Deutschland ist die Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr.

Mehr Informationen zur Seecontainer - Gewichtsverifizierung



Quelle: Deutsche Flagge - Zentrales Internetportal der deutschen Flaggenstaatverwaltung - www.deutsche-flagge.de


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